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In die Barranca del Cobre und die Silberstadt, zu den Monarchfaltern und den toltekischen Kriegern, auf die Sonnenpyramide und den Iztaccíhuatl.

(MS) Eine lange Reise auf dem mexikanischen Festland - ca. 3’800 km in einem Monat. Hier für einmal im Telegrammstil:

- Barranca del Cobre. Mit Lenny, Nanuq und Pepamobil, Veronika & Michael, Renate & Bruno im Konvoi durch und in das grösste Schluchtensystem der Welt und in die Heimat der Tarahamura-Indianer. Googelt mal grösste, tiefste, längste und so Schlucht oder Canyon - da wird man nicht richtig schlau… :-) Hier der Film dazu.

- dann in die wunderschöne von den farbigen Häusern geprägten Silberstadt Guanajuato - siehe auch Titelbild oben.

- weiter mit dem Städtetrip nach San Miguel de Allende - leider viel zu touristisch, veramerikanisiert und übertrieben herausgeputzt. Aber auch erfolgreich, leben doch viele pensionierte Amis da und sogar “Reisende“ haben sich da für Monate oder gar Jahre eingerichtet und kommen nicht mehr weg… Und es gab wieder mal richtige Schweizer Kalbsbratwürste.

- ein unglaubliches Naturschauspiel in der Reserva Biosfera Mariposa Monarca - wo wir Millionen von Monarchfalter in Ihrem Winterquartier beobachten können. Ein Filmchen sagt mehr als tausend…

- nach Tulan in die ehemalige Hauptstadt der Tolteken, wo man den Kriegern mit grossen Steinfiguren ein Denkmal geschaffen hat!

- zu den grossen Pyramiden in Teotihuacan - die drittgrössten? ;-) Sehr eindrücklich! Eindrücklich auch wie uns dann eine Kanadische Reisekarawane mit ihren sogenannten RV’s, für uns fahrende Häuser, zugeparkt haben.

- Tagesbesuch in die Ciudad Mexico - die grösste Stadt der Welt. Was muss man da gesehen haben?! Viele Leute, viel Hektik und wir vermissen die schönen Zocalos, Stadtplätze… auch ist da nicht so richtig Leben…

- in einer Tagestour auf den dritthöchsten Berg Mexikos, den Vulkan Iztaccihuatl 5115 müM, den Nachbar vom Popocatepetl. Eigentlich wollten wir nur ein wenig Wandern gehen und sind dann schlussendlich nach 1296 Höhenmetern auf drei der vier Izta-Gipfel gestanden - einfach grossartig! Hier noch in der Rubrik Singletrail.

- weiter nach Oaxaca de Juarez, in die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaats. Bekannt für die beste Küche Mexikos - ja die Mole Negro war richtig gut. Hier in Oaxaca dreht sich ausserdem alles um die Artesania - die Handwerkskunst.

Fortsetzung folgt…

…und hier mal zur Abwechslung ein Gastbericht von unseren Reisefreunden Veronika & Michael bzw. ihrem Berichterstatter Yukon A. El Gordo.



49 REISEBERICHT

Mexiko - Chihuahua, Guanajuato, Mexico & Oaxaca.

05/02/15 - 10/03/15

Von Snowbirds, Sundownern, Ölfiltern, Austern und Walhaien…

(CB) Wieso was ändern was schön ist? Das beziehen wir auf unser neu gewonnenes Reisetempo in der Baja. Schon viel ist uns über die schönen Sandstrände an der Bahia Conceptión erzählt worden. Die Bucht erstreckt sich über 25 Kilometer mit zwölf verschiedenen Übernachtungsplätze direkt am Strand. Hier können wir für wenig Geld stehen, zwar ohne Strom und Duschen, dafür mit Plumpsklo und Palapas, das sind einfache Hütten aus Palmblättern und besten Blick auf das Meer. Grössere Wohnmobile stehen hier während Monaten, meistens sind das Kanadier so genannte Snowbirds, die hier vor ihren kalten Wintermonaten des Nordens fliehen. Amerikaner hat es nur noch wenige, seit die Regierung ihre Landsleute in den News vor dem gefährlichen Mexiko warnt und so erreichen will, dass die Amis ihr Geld im eigenen Land ausgeben.

Playa Santispac, heisst unser erster Stehplatz, am hellen Sand mit türkisblauem Meer mit Sicht auf die kleinen Insel auf denen Saguaro-Kakteen wachsen. Ein paar Tage später fahren wir nur ein paar Kilometer weiter und stehen dann am Playa Cocos, hier lernen wir Anni und Wolfgang aus Österreich kennen. Sie reisen gemeinsam seit 16 Jahren um die Welt. Interessiert hören wir ihren Erlebnissen zu und kaufen eines seiner zwei von ihm selbst geschriebenen Reisebücher. Wiederum ein paar Tage später und ein paar Minuten Fahrzeit weiter, stehen wir am Strand “El Requesón“. Wir verbringen die Tage mit Kajak fahren, schwimmen, schnorcheln, spazieren, fischen, lesen und bald ist es schon wieder Sundowner- oder Bier-o-clock-Zeit! Wir treffen auf Reisebekanntschaften die wir in der USA schon getroffen haben, lernen neue Reisende kennen und verbringen in diesen zehn Tagen nur einem Abend alleine. Doch Strandleben macht nur so lange Spass bis kein Bier und keine Essensvorräte mehr da sind. Es zieht uns nach Loreto, wo es Margarita happy hour gibt und feines mexikanisches Essen. Auch grosse Supermärkte erwarten uns, die keine unserer Wünsche offen lassen. Nach so vielen ruhigen Nächten kann ich auf dem Campingplatz kaum schlafen. Sind es die lauten Alarmanlagen der Autos, die schreienden Hähne, der schwere Bauch vom guten Essen oder doch ein Margarita zu viel?! Zu Fuss erkunden wir am nächsten Tag die Stadt. Wie zwei frisch verliebte schlendern wir den Malacon, die Hafenpromenade, entlang, beobachten die Pelikane beim Fischen und erfreuen uns an einem köstliches Eis.

Die nächste Nacht verbringen wir ganz alleine zwischen Palo Verde der immer grüne Baum, Saguaros, Organpipe und Ocotillos Kakteen.

Vor Todo Santos, an der Pazifikküste, sehen wir eine Strasse die direkt zum Meer führt. Am Strand stehen ein paar Autos von einer Gruppe Mexikaner die am Fischen ist und da wollen wir auch hin. Doch dass der Sand so tief ist, merken wir zu spät. Das hört und sieht gar nicht gut aus, beide Hinterräder stecken tief im Sand fest! Mit einem breiten Grinsen eilen auch schon die sechs Fischer interessiert zu uns. Martin schaufelt zuerst die Räder frei, dann schieben und stossen die guten Helfer. Es ist gar nicht so einfach, Lenny muss im tiefen Sand wenden, um über eine kleine Kuppe auf festen Untergrund zu gelangen. Alle kommen arg ins schwitzen. Die Situation ist gerettet, oder doch nicht? Denn beim Motor tropft es Öl raus. Wir befürchten schon Schlimmes, doch dann stellt Martin einen Riss im Ölfilter fest und den kann er mit einer Spezialknetmasse provisorisch flicken. Am nächsten Morgen scheint noch genug Öl da und wir fahren nach Todo Santos, wo wir hoffen Motorenöl zu kriegen. Obwohl es Sonntag ist kriegen wir sogar das perfekte schwarze Schmiermittel. Der Platz vor dem Verkaufsladen wäre ideal für den Ölwechsel und den Einsatz eines neuen Ölfilters. Doch auf Martins Frage hin, die Sache hier erledigen zu können, verneint der Verkäufer vehement. Wenn dich die Polizei sieht, kriegst du eine Busse wegen Umweltverschmutzung, geh besser irgendwo hin wo dich keiner sieht. Dabei sei zu erwähnen, dass der ganze Abfall nicht selten in der freien Natur rumliegt. Nach getaner Arbeit, will der gleiche Verkäufer das Altöl nicht zurücknehmen, Martin soll es doch einfach beim Fahren zum Fenster rauswerfen - es sei ja nicht so viel und das mache schon nichts…

In Todos Santos steht das legendäre Hotel California. Ob dies nun wirklich der Ort ist in dem das gleichnamige Lied der Eagles entstanden ist – ist uns nicht ganz klar. „Its a lovely place… …die farbigen Wände, die Bilder von Frida Kahlo sowie die live Musik an der Aussenbar lädt zum verweilen ein. Unser Mittagessen wollen wir an einem der vielen lokalen Restaurant testen, die Burritos schmecken lecker. Doch fremd erscheint mir, dass die Plastikteller mit einem Plastiksack überzogen werden…

Riesige Wellen locken uns ins Meer. Es ist schwül heiss und die Abkühlung ist herrlich. Trotz unserer Vorsicht verwirbelt es uns mehrmals in den kraftvollen Wellen. Fühlt sich so ein Spülgang in der Waschmaschine an? Bis zum Sonnenuntergang schauen wir den lokalen Surfern zu, sehen einen Wal vorbeiziehen, trinken ein kühles Bier und fühlen uns unheimlich reich beschenkt. Am späten Abend sitzen wir am Feuer, auf dem Grill brutzelt eine scharfe Chorizo Wurst, im Hintergrund hören wir die tosenden Wellen…

Cabo San Lucas und San Jose de Cabo ist uns zu hektisch und zu touristisch – doch immerhin werden wir in ersterem Ort noch unser Altöl ökologisch los… Wir ziehen weiter Richtung Cabo Pulmo. Da erwartet uns zuerst eine geteerte Strasse wie ein Emmentalerkäse voller Löcher, später folgt eine Waschbrettpiste. Die Sicht auf das Meer entschädigt die Fahrt bei Weitem, zeitweise sehen wir sogar einen Wal aufspringen. Diesmal klappt unser Nachtplatz mit Sand am Meer auf Anhieb. Früh am Morgen kriegen wir Besuch von zwei Mexikanern. Aus ihrem alten Toyota Pickup laden sie zwei Netze aus, Neoprenanzüge, Flossen und Taucherbrille. Als nächstes bläst der eine mit einer Pumpe, der andere mit seiner Puste zwei grosse schwarze Lastwagenschläuche auf. Was haben die zwei nur vor? Fischen? Lachend erklären sie uns, dass sie nach Austern tauchen. Das sei sehr lukrativ, für einen Sack erhalten sie 400 Pesos (CHF 25.-) direkt von den Restaurants. Sie sind aus Cabo San Lucas, in der Region besitzen 50 Personen eine Lizenz dazu. Während 8 Monaten im Jahr können sie diesem Verdienst nachgehen - dabei kann es Tage geben ohne Ertrag oder Tage mit bis zu vier vollen Säcken. Das ist ein gutes Einkommen für Mexiko. Vom Strand aus beobachten wir wie sie während 3 Stunden immer wieder abtauchen. Ich halte in ihrem Takt meinen Atem an, um zu spüren wie lange sie den Atem anhalten. Ich kann knapp mithalten, doch nach drei Atempausen bin ich ausser Puste. Ganz schön anstrengend. Heute war ein guter Tauchtag für sie, beide füllen zusammen fast sieben Säcke. Ein einmaliges Erlebnis, ich kann eine frische Auster roh probieren. Es schmeckt, doch eine reicht mir!

In La Paz verabreden wir uns mit Nicci und Philipp, die zwei Fahrradfahrer welche wir in Alaska auf dem Top Of The World Highway kennengelernt haben. Während sieben Monaten sind sie die ganze Strecke geradelt . Dafür haben sie meinen vollsten Respekt. Zusammen verbringen wir einen lustigen Abend mit einigen anderen Reisenden aus der Schweiz und Deutschland. Vielleicht kreuzen sich unsere Wege nochmals, bis nach Ushuaia. Das würde uns riesig freuen.  

Der Tiburón Ballena ist mit 13 Meter Länge der grösste Hai und zugleich der grösste Fisch und gehört zu den Ammenhaien. Für den Mensch ist er ungefährlich, denn er ernährt sich nur von Plankton und kleinen Fischen. Seine besonderen Merkmale ist sein grosses Maul, dass sich über die gesamte Breite seiner abgeflachten Schnauze erstreckt, sowie die hellen Punkte und Streifen auf seiner Haut. Hier in La Paz ist es möglich mit den Walhaien zu schnorcheln und das wollen wir erleben. Am Sonntagmorgen sind wir eine Gruppe von sieben Personen, Renate, Veronika und Michael, Franziska und Felix und wir zwei. Als wir den ersten Walhai vom Boot aus sichten, will ich nur noch schnellstens ins Wasser. Doch bis meine Flossen und Brille richtig sitzen, ist er bereits weit weg. Beim zweiten Versuch bin ich schneller im Wasser und kann während Minuten ganz nah neben dem Walhai schwimmen. Dabei kann ich seine weissen Punkte und seine Schwanzflosse ganz genau anschauen. Mit seiner Länge von ungefähr sieben Meter, ist er einiges schneller als ich und ich muss kräftig mit den Flossen paddeln um ihn nicht zu verlieren. Einmal kann ich ihm in die Augen schauen und dabei sein breites Maul von vorne sehen. Die zwei Stunden vergehen viel zu schnell und ich bin ein einzigartiges Erlebnis reicher. Der krönende Abschluss nach acht Wochen Baja California, denn am Dienstagabend fahren wir mit der Fähre zum Festland. Die letzte Nacht verbringen wir bei Vollmond am Tecolote Beach und geniessen den Tag mit Baden im türkisblaues Meer am weisser Sandstrand. Der Abschied fällt mir schon etwas schwer, doch ich freue mich auch aufs kommende “richtige“ Mexiko auf dem Festland.

48 REISEBERICHT

Mexiko - Baja California Sur.

03/01/15 - 04/02/15

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Baja-Creel - Yukon A. El Gordo.pdf


Baja - Creel, Mexiko

Reisebericht Yukon A. El Gordo

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Warum man in der Kirche von San Juan Chamula rülpst, Hühner opfert und Schafe beerdigt.

(MS) Während Claudia die nächsten Wochen in Oaxaca und später noch in Puerto Escondido Spanisch lernt geht's für mich Alleine weiter und zwar erst mal nach Santa Maria del Tule. Da steht der Arbol del Tule - einer der grössten Bäume der Welt. Mit 14,05 Meter Stammdurchmesser gar der Allerdickste! Er soll zudem ca. 1400-1600 Jahre alt sein und 636 Tonnen wiegen. Wenn ich das gewusst hätte, wäre mein Ultraweitwinkelobjektiv auch noch mitgekommen – so muss ich mich halt später ein paar Bildern aus dem Internet bedienen. Er ist wunderschön dieser Riese.

Nach ein paar Tagen in Tule geht's nun weiter und zwar schon fast wie ein richtiger Touri. Ich fahre nach Teotitlan del Valle, wo unser Lenny den schon auf der Baja langersehnten Teppich erhalten soll. Hier sind nämlich die Zapoteken zu Hause und die verstehen das Teppichmacherhandwerk! In fast jedem Haus im Dorf ist eine familiär betriebene Teppichweberei. Veronika und Michael laufen mir wieder mal über den Weg und führen mich zum Glück zur Familie von Josefina, welche sich als richtiger Geheimtipp herausstellt. Weitab von den üblichen Tourifabriken weben zwei Familien ihre Teppiche in ihrem Haus und erklären mir während einer Stunde ausführlich wie sie die Wolle färben und auf was es dabei ankommt. Mit einer kleinen Laus, die auf Kakteen lebt wird ein kräftiges Rot gemacht, Limonensaft dazu und man erhält Orange oder noch etwas Kalk, Kalzium oder so hinzu und die Farbe ändert sich wie aus Zauberhand in Violett. Lenny's Bodenbelag ist schnell ausgesucht und ich lasse mir sagen, dass er in 5½ Tagen Handarbeit hergestellt wurde. Wenn ich dabei bedenke, dass die Familie seit Januar nur gerade fünf dieser wunderbaren Schmuckstücke verkauft hat und sie mir dafür umgerechnet nur CHF 32.– verlangen, fühle ich mich in eine andere Welt versetzt – ist es ja auch. Bei dem Angebot noch den Preis verhandeln, was ja in Mexiko üblich wäre – sicher nicht. Zum Glück konnte ich später die liebe Josefina an andere Reisende weiterempfehlen…

In Santa Cecila lasse ich mir gleichentags auch noch eine Mezcalfabrik zeigen und mich in die Geheimnisse der Agavenschnapsbrennerei einweihen. Vom neu erworbenen “Mezcal Anejo de Casa El Rey de Matatlan“ genehmige ich mir  natürlich am Abend Einen und einen Zweiten und… das vor herrlicher Kulisse! Ich suche mir nämlich als Übernachtungsplatz die ca. 40 km entfernte “Hierve del Agua“ aus. Das sind bis zu 90 Meter hohe versteinerte Wasserfälle und heisse Quellen mitten in den Hügeln des Staates Oaxaca. Sie wurden durch mit Kalziumkarbonat und anderen Mineralien gesättigtem Quellwasser gebildet und sehen aus wie die hängenden Säulen in einer Tropfsteinhöhle. Am anderen Morgen stehe ich früh auf und bin zusammen mit Veronika, genau die verfolgen mich offenbar ;-), zum Sonnenaufgang am Fuss des grössten Wasserfalls und bestaune das Lichtspiel.

Nun führt mich meine Fahrt weiter in Richtung Süden, wo ich auf halbem Weg nach San Cristobal wieder mal wild campe, wenn man dem Hausen im Lenny-Bus überhaupt campen sagen kann... Ich finde einmal mehr ein ruhiges und schönes Plätzchen, gut hinter Bäumen versteckt auf einem Strässchen durchs Ackerland. Sehr ruhig, bis es morgens um 7.00 Uhr an die Schiebetüre poltert und ich aus dem Schlaf gerissen werde. Jemand will mit aufgebrachter Stimme wissen was ich hier mache. Na ja, übernachten halt, erkläre ich dem Grundstückbesitzer und Ranchero und übrigens sei ich ein Schweizer Reisender und er hätte ein schönes und ruhiges Stück Land hier und ob er meinen Kombi – so sagen sie in Mexiko dem VW-Bus - von innen sehen möchte. Natürlich will er, gibt mir die Hand, stellt sich vor und sagt mir, dass ich hier herzlich willkommen sei :-) Einen seiner Angestellten beauftragt er noch mir frische Mangos zu bringen und verabschiedet sich wieder. Ja, so herzlich erlebe ich sie immer wieder die Mexikaner!

In San Cristobal de las Casas angekommen, empfangen mich schon die Reisefreunde Sissi und Günter aus Alaska, eigentlich ehemals aus Deutschland und Österreich. Sie haben im Norden von Amerika ihre Kaviarproduktion verkauft und sind auch auf dem Weg in den Süden. Später treffen auch noch, wie könnte es anders sein, meine lieben Verfolger Vernonika und Michael ein. Der Campingplatz überrascht mich mit einigermassen funktionierendem Internet, einem tollen Aufenthaltsraum mit Cheminée und Billard, meist heissem Wasser und und und… Weil mir, wie sich später herausstellt, San Cristobal so gut gefällt und ich das kühle Klima weit angenehmer empfinde als im restlichen Mexiko, kann ich mich sogar zum Monatstarif einchecken und bezahle für diesen “Servicio Completo“ lediglich CHF 4.–/Tag – unglaublich und bisher das beste Preis-Leistungsverhältnis in Mexiko.

San Juan Chamula.

Heute unternehmen meine Reisegefährten und ich einen Ausflug nach San Juan Chamula, da soll es einen schönen Indiomarkt und eine spezielle Kirche geben. Ja doch, ist ganz nett, denke ich mir, aber warum hat es so viele Touristen hier? Ich schlendere durch die Markthalle und finde jetzt nicht gerade, dass sich mir hier Überdurchschnittliches bietet – die Märkte in Mexiko sind ja im Allgemeinen sehr farbenprächtig und schön. Als ich dann wie so oft eine Frau frage, ob ich noch ein Erinnerungsfoto von ihrem Marktstand, wohlgemerkt ohne Personen im Bild, machen darf, werde ich harsch angefaucht und mir wird ziemlich klar deutlich gemacht, dass ich hier mit meiner Kamera nicht erwünscht bin! Das respektiere ich natürlich und will dem auf den Grund gehen. Ich frage viele Leute im Dorf warum das so sei und bekomme als Antwort immer nur: „hier darf man nicht fotografieren.“ Doch zum Glück gibt's ja noch das Internet und kaum bin ich wieder auf dem Campingplatz zurück wird recherchiert. Ausserdem kann ich auch noch Leonardo, einen Lehrer aus der Stadt, als Informant in Anspruch nehmen.

Also gut, der Reihe nach. In Chamula leben etwas mehr als 3'000 Tzotzil-Mayas – ein indigenes Volk Mexikos und die eigentlichen Nachfahren der Mayas. Sie sprechen, genau was auch sonst, Tzotzil, ihre eigene Sprache und nur etwa 40% der Bevölkerung versteht überhaupt Spanisch, der Anteil der Spanisch sprechenden Kinder ist gar nur 10%. Die Tzotzil glauben, dass ihnen die Touristen durch das Fotografieren die Seele rauben. So geht auch die Geschichte um, dass schon mal zwei Japaner, welche dies nicht respektiert hätten, verprügelt wurden und man ihnen die Kameras weggerissen hätte! Kein Wunder, dass man sie nicht mehr liebt, die Touristen - wenn man zudem bedenkt, dass der Ausflug nach Chamula in San Cristobal mittlerweile als Abenteuertrip verkauft wird.

Aber nicht nur das, die Bewohner von Chamula widersetzen sich – auch fünf Jahrhunderte nach der Invasion – den Nachfahren der spanischen Eroberern. Sie haben eine eigene Administration und Rechtsordnung. 1867 ging von der Ortschaft Chamula eine indigene Rebellion aus, die erst 1870 niedergeschlagen werden konnte. Auch die 1994 von der Guerillabewegung EZLN eingeleitete und im Vertrag von San Andres endende indigene Revolution nahm in Chamula ihren Anfang.

Traditionelle Heirat kennen die Tzotzil nicht: Mann und Frau schliessen lediglich einen auf ein Jahr befristeten Vertrag. Ein Mann darf dabei bis zu drei Frauen, die oft schon mit 13 heiraten, haben. Viele Chamulas weigern sich, Krankenhäuser aufzusuchen. Stattdessen vertrauen sie auch bei schweren Krankheiten den Kräften des Schamans und der heilenden Wirkung der Kirchenrituale. Sie leben hin- und hergerissen zwischen Tradition und Moderne, zwischen alten Maya-Bräuchen und dem katholischen Glauben der Eroberer.

Aussergewöhnlich sind auch ihre täglichen Zeremonien in der Kirche. Kein Altar, keine Bänke, keine Stühle, Menschen laufen herum und sprechen laut miteinander – es riecht nach Räucherstäbchen, Harz und Alkohol. Um in einen Rausch zu geraten, wird der selbst gebrannte Zuckerrohrschnaps namens Pox getrunken. Die Schamanen vertreiben dann durch Rülpsen schädliche Geister, die nach Vorstellung der Indianer einen Kranken befallen haben. Die bösen Dämonen werden dann auf die geopferten Hühner übertragen. Und wie rülpst man am Besten? Genau, man trinkt genügend Coca-Cola – deswegen hält auch auf dem Dorfplatz jeder zweite Tzotzil eine dieser kohlensäurehaltigen Limos in der Hand und überall sieht man die roten Werbetafeln mit dem bekannten weissen Schriftzug.

Die Nachfahrinnen der Mayas erkennt man auch an ihren wunderschönen blau-violetten Trachten und die Männer an den Schafswolldecken-Ponchos. Die Schafe übrigens, sind den Tzotzil heilig, trägt doch der Schutzpatron von Chamula, Johannes der Täufer, ein Schaf im Arm. Die Tiere werden nicht geschlachtet, nicht einmal die Milch trinkt man. Allein ihre Wolle wird genutzt. Stirbt ein Schaf, wird es liebevoll im Garten beerdigt.

Wohl in keinem Ort Lateinamerikas ist die Unvereinbarkeit von alten Traditionen und neuen Einflüssen so deutlich zu sehen wie in San Juan Chamula. Eigentlich verweigert man sich der Modernität und der westlichen Welt und trotzdem bestimmen Tourismus, Coca-Cola und Schnaps das Leben. Ein wirklich interessantes Dorf und schön konnte ich mich bei meinem dritten Besuch, diesmal auf Mountainbiketour, mit den Tzotzils “versöhnen“ und hatte ein richtig friedliches Mittagessen. Anfangs wollte man mir ja auch fast die Kamera aus den Händen reissen... :-) Ein paar schöne Bildchen hab ich natürlich mit “Spezialerlaubnis“ trotzdem machen können.

Nach gut einer Woche in San Cristobal fahre ich heute wieder mal auf Reise… Mein Ziel ist der Lago Angostura, ein schöner Platz am See, ausser dass ich abends um 19.00 Uhr noch 37°C, ob draussen oder drinnen, ertragen muss. Zudem haben sie mir des nachts noch einen Esel zwei Meter von meinem rollenden zu Hause entfernt an einen Baum gebunden, der hat mich dann am frühen Morgen um halb sieben lautstark geweckt. So viel die Entscheidung weiterzuziehen relativ leicht. Mein neues Ziel waren die angeblich schönen Wasserfälle von El Chiflon, aber einen Schweizer kann man ja bekanntlich mit fliessendem Gewässer nicht so leicht aus der Reserve locken... Doch die sind schön und spektakulär. Ich geniesse die kühlende Gischt am fallenden Wasser und versuche mich mal wieder mit Langzeitbelichtungen.

Die Szenerie ändert sich nun vollständig. Ich fahre die Carettera Fronteriza 307, durch den Urwald entlang der guatemaltekischen Grenze. In den Bergen von San Cristobal noch schön kühl und angenehm, sehe ich mich nun zunehmend tropischem Klima ausgesetzt. Doch es ist auch schön wieder mal etwas Abwechslung zu haben. Ich mache am Lago Tziscao halt und treffe nochmals auf Carrie und Colin. An verschiedenen schönen Plätzen im mexikanischen Urwald beobachte ich Brüllaffen, Klammeraffen, grosse Echsen, Nasenbären, rote Aras, Urwaldflora und kann mich immer wieder im Rio Lancatun abkühlen und so auch die Tropen geniessen.

Zurück in San Cristobal, quartiere ich mich nochmals für einige Wochen ein, um dann Ende April hier Claudia wieder begrüssen zu dürfen. Beschäftigungstherapie, Verbesserungen oder Tatendrang, was auch immer, ich verbringe die Zeit mit einigen Arbeiten… So gibt's für Lenny eine Motorreinigung, Frontvorhänge die von der Sonneneinstrahlung schützen sollen und nebst einigen anderen Verbesserungen ein zusätzliches 100W Solarpanel. Das muss man sich mal vorstellen: unser erstes Panel mit der gleichen Leistung habe ich 2011 vor genau vier Jahren für Fr. 920.– erstanden, das gleiche Teil kostet aktuell in der Schweiz Fr. 303.– und nun hier in Mexiko habe ich ein fast gleiches Panel für Fr. 124.– gekauft. Nicht schlecht, jetzt haben wir doppelte Solarenergie und sind elektrotechnisch noch unabhängiger.

Nebst meinen neugewonnen Projekten sehe ich natürlich viele Reisende kommen und gehen… So treffe ich wieder auf unsere Reisefreunde Sabine und Andy aus Birmenstorf oder lerne Chrigi und Kölbi kennen und das erst noch an seinem Geburtstag. Mit Corrin und Glenn aus Oregon, USA fahre ich auf Mountainbiketour und wir feiern ebenfalls seinen Birthday. Oder es treffen Denyse und Hansruedi ein, unterwegs Richtung Norden – die beiden Aargauer sind Nachbarn von meinen Kollegen André und Andy in Hausen b. Brugg - wie Welt die klein ist, äh, ihr wisst schon. Und nicht zu vergessen die beiden Holländer Diana und Steven – die digitalen Nomaden, welche hier schon fast zum Inventar gehören. Ausserdem lerne ich die Familie Roveda, Mona, Roman, Riona, Zora und Nino kennen – ja es ist immer was los und ich werde bestens unterhalten und darf unterhalten. So kommt auch Herr Lehmann wieder mal aus seinem Versteck hervor und freut sich mit den Kindern spielen zu können. Just zum Abschied erhält er von Riona sogar noch einen eigens auf dem Campingplatz gestrickten Schal – den kann er im Moment noch gebrauchen, aber schon bald geht's jetzt dann ab in die Hitze. Herr Lehmann hatte auf jeden Fall riesig Freude und auch ich an der ganzen Familie :-).

…und viel mehr und noch mehr, kamen und gingen… Danke an euch Alle hier in San Cristobal und auf dem Camping San Nicolas – es war so kurzweilig! Die letzten Tage vergehen, bevor ich meine Claudia wieder in die Arme schliessen kann und wir uns dann entscheiden wo uns Lenny als Nächstes hinführt…


50 REISEBERICHT

Mexiko - Oaxaca & Chiapas.

11/03/15 - 20/04/15

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Durchs autonom regierte Zapatistengebiet und zu vielen Maya-Ruinen.

(CB) In Puerto Escondido weile ich während zwei Wochen bei der Familie Brutscher-Cortez. Die heissen schwülen Tage verbringe ich am liebsten in der Hängematte in ihrem schönen schattigen Garten und am späteren Nachmittag mit einem Sprung in den erfrischenden Pazifik. Das war richtig schönes Faulenzen bei euch, herzlichen Dank Livia und Andi.

Im komfortablen Nachtbus reise ich während 13 Stunden zu Martin nach San Cristóbal de las Casas. Die charmante Stadt liegt im Herzen des Staates Chiapas und liegt auf 1940 m. Die milde Temperatur, die Luft riecht nach Kiefernwälder was für eine schöne Begrüssung! Per Taxi fahre ich zum Campingplatz, während meine Anspannung steigt, ganze sechs Wochen haben wir uns nicht gesehen. Doch kaum sehe ich Martin liegen wir uns in den Armen, ich  möchte diesen Moment am liebsten einfrieren, so schön ist es, so gut fühlt es sich an. Als Überraschungsgeschenk haben wir uns beide, unabhängig von einander, einen Rotwein aus unserem fernen Reiseziel Argentinien gekauft :-) Etwas später spazieren wir Hand in Hand in die charmante Kolonialstadt, essen feine Tapas zu Bier und feiern unsere Zweisamkeit. Wir bleiben einige Tage auf dem schönen Campingplatz - bei angenehmsten Temperaturen. Martin zeigt mir die grosse Fussgängerzone, führt mich zu den farbenprächtigen Märkten mit den schön gekleideten Indio Frauen, wir steigen die Treppen hoch zur Kirche Guadalupe und haben einen herrlichen Ausblick auf die Stadt.

Heute Sonntag hat uns die Strasse wieder!  Wir fahren Richtung Yucatán. Bei Toniná, einer Ruinenstadt der Mayas, finden wir einen schönen Campingplatz. Die Besichtigung verschieben wir auf den kühlen Morgen. Die Nacht ist warm und wir sitzen lange draussen und hören gespannt den seltsamen Klängen der Natur zu. Sind es Grillen die hier so kuriose Laute von sich geben? Es klingt wie ein Zweitaktmotor. Wer schon einmal in Thailand war kann sich bestimmt an den Ton eines Tuk-Tuk erinnern, Gas geben und dann tuk tuk tuk... ich lache den ganzen Abend, so kurios!

Etwas überrascht bin ich schon als um 8 Uhr die Angestellten bereits bei der Arbeit sitzen. Wir sind die ersten Besucher und haben die ganze Anlage für uns alleine. Toniná bedeutet “Haus der grossen Steine“ und war von ca. 400 bis 900 n. Chr. bewohnt. Sie ist am Hang eines Berges errichtet und die höchste Pyramide ist etwa  60 Meter hoch. Die Rundumsicht von da oben in der Morgenstimmung ist fantastisch.

Mit diesen tollen Eindrücken fahren wir weiter Richtung Palenque. Zum Glück erwartet uns keine richtige Strassenblockade, dafür wollen zwei dreiste Jungs mit einer über die Strasse gespannten Schnur von uns Touristen “Gringos“  Geld erpressen. Doch bei dem kühnen VW-Bus Fahrer, namens Martin, haben sie sich verschätzt – der fährt ohne zu bremsen einfach weiter! Übrigens, Strassenblockaden gibt es hier in Chiapas auf der Hautverbindungsstrasse von San Cristóbal de las Casas nach Palenque immer wieder. Es sind die Zapatisten die in ihrem autonom regierten Gebiet von den Autofahrern Wegzoll einfordern, nicht zuletzt weil sie den von der Mexikanischen Regierung geplanten Ausbau der Strassen und die Entwicklung des Tourismus ablehnen, sondern auch weil sie den Tourismus und den Verkehr als Eindringen in das von ihnen autonom regierte Gebiet betrachten und vielleicht auch noch, weil ihnen die Blockaden namhafte Einnahmen bescheren… Wir hatten Glück! Die Fahrt nach Palenque wird aber trotzdem heisser und heisser  – wir erfrischen uns unterwegs mit einer kühlen Cola und weiter gehts. Agua Azul heisst unser nächster Stopp. Ich bin begeistert von den Kaskaden und dem türkisblauem Wasser. Martin ist entsetzt über die vielen Touristenstände und Restaurants. Er war vor 15 Jahren hier, damals noch fast ohne diesen Kommerz. Es kann schon enttäuschend sein einen Ort nach so vielen Jahren wieder zu besuchen. So geht Martin bald zurück zum Lenny und ich laufe bis zum obersten Wasserfall. Da gönne ich mir spontan zusammen mit den Einheimischen und wie die Einheimischen, in Kleidern, ein herrlich frisches Bad im klaren Wasser, umringt von Urwald… Wieder zurück auf der Hauptstrasse nach Palenque folgt schon die nächste Attraktion - der Wasserfall Misol Ha. Schweizer mit Wasserfällen zu begeistern ist  immer so eine Sache...An der Schranke fragen wir nach dem Eintrittspreis und sind mit den 10 Pesos pro Person natürlich einverstanden. Mit 20 Pesos weniger, dafür mit 2 Tickets in der Tasche fahren wir weiter. Nach einigen Minuten folgt wieder eine Schranke und dieser Herr will nun für den Eintritt zum Wasserfall nochmals 60 Pesos! Das ist doch eine Frechheit, da wird Martin laut! Doch der Uniformierte weist uns darauf hin, dass die 20 Pesos lediglich eine Gebühr für die 1,5 km lange Zufahrtsstrasse bis zum Haupteingang seien. Leider wieder Mal so eine typisch mexikanische Abzocke. Wir sind damit nicht einverstanden, fahren wieder zurück und sind erstaunt wie schnell und freundlich man uns die 20 Pesos wieder zurück gibt. Nun sind wir mehr als bereit für die dritte Tageserfrischung. Der Campingplatz bei Palenque erwartet uns zum Glück mit einem Pool. Die Hitze mit der hohen Luftfeuchtigkeit ist fast unerträglich. Ein Gewitter am Abend bringt vorübergehend etwas Abkühlung.

Am heutigen Morgen sind wir wieder früh vor den Eingangstoren der Ruinen. Um diese Zeit ist hier schon ein emsiges Treiben, grosse Touristenbusse stehen auf dem Parkplatz, drinnen sehen wir viele Reisegruppen und wir hören verschiedene Sprachen. Palenque ist seit 1987 UNESCO-Weltkulturerbe. Die Stätte umfasst mehrere hundert verfallene Gebäude auf einer Fläche von 15 km2, wovon nur ein kompakter Bereich in der Mitte der Anlage ausgegraben wurde. Ein dichter Urwald, in welchem auch viele Brüllaffen leben, umringt die Anlage - leider lässt sich bei uns keiner blicken. Es macht Spass die verschiedenen Tempel zu besteigen und zu erkunden. Schon bald klebt mein T-Shirt nass auf der Haut, doch die Anlage ist so faszinierend und macht dies bei weitem wett. Der Besuch im Museum ist ein weiteres Highlight - die lebensgrosse Nachbildung des steinernen, mit Gravuren verzierten Sarkophagdeckels von Pakal, dem mächtigsten Herrscher von Palenque.

Auf dem Weg nach Chetumal quer durch den Süden Yucatans erkunden wir die nächste Maya Stätte - Becán. Der Name bedeutet „Schlucht vom Wasser geformt“ und bezieht sich auf den umgebenden Graben, was einzigartig für einen Maya-Fundort ist. Hier sind wir wieder fast für uns alleine. Auf den umliegenden Bäumen sehen wir grell orangefarbene Vögel. Fotos gibt es keine, in der hitzigen Nachsicht habe ich meine Kamera mit dem Tele im Auto gelassen!

Mut zur Lücke: wir entscheiden uns die wohl ziemlich touristische Halbinsel Yucatan, inklusive Tulum und Chichén Itzá, auszulassen. Statt dessen gönnen wir uns auf dem schönen Camping Yax Ha bei Chetumal einige ruhige Tage am schönen türkisblauen karibischen Meer. Nach genau fünf Monaten heisst es nun Abschied nehmen von Mexiko. Viele einzigartige Naturerlebnisse, die abwechslungsreiche Küche und vor allem die Herzlichkeit der Mexikaner, welche uns immer wieder berührt hat, werden uns besonders in Erinnerung bleiben.

Jetzt geht's weiter nach Belize, unser 18. Land auf unserer langen Reise und wir sind beide gespannt und neugierig.

51 REISEBERICHT

Mexiko - Chiapas & Yucatan.

21/04/15 - 07/05/15

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Bekanntschaft mit der Polizei, vielen Reisenden, dem Tequila, den Fischadlern und den Walen.

(CB) Meine Anspannung steigt, wo soll ich nur all die guten Esswaren aus der Schweiz, Käse, Schokolade, Kirsch und Grappa verstecken? Denn offiziell ist die Einfuhr von Lebensmitteln nicht erlaubt. Doch anders als erwartet, geht die Einreise so einfach und schnell, dass wir uns fragen war es das nun wirklich? Kommt noch eine zweite Einreisekontrolle? Wo kriegen wir einen Einreisestempel für 6 Monate? Wo können wir die Wagenpapiere für Lenny erhalten? So Entscheiden wir uns, nochmals zurück an den Zoll zu fahren um dies zu klären! Erst nach ausführlichem Fragen von einer Person zur Andern – stehen wir wieder vor Lenny mit einer Skizze in der Hand wo das Gebäude für diese Formalitäten zu finden ist. Tatsächlich da ist es, in einem kleinen unscheinbaren Hinterhof. Dann kommt Folgendes:

1. Vor dem Hauptgebäudeeingang links Anstehen, dann zuerst Papiere ausfüllen für den 6 Monate Aufenthaltsstempel im Pass.

2. Mit diesem Formular im Hauptgebäude in die Schlange stehen.

3. Erneut Papier ausfüllen, diesmal für das Auto.

4. Diese Dokumente kopieren. Dazu gehen wir in eins der vielen Kopierbüros rund um das Zollgebäude.

5. Danach geht es wieder ins Zollgebäude ,wir bezahlen den Betrag von 200 US $ für die Autoeinfuhr in bar, welcher bei der Ausreise wieder zurückerstattet wird und erhalten dann eine Vignette für die Windschutzscheibe.

Und das wars dann auch schon! Nach ungefähr 2 Stunden ist das Prozedere durch und wir können losfahren. Die Mexikaner erleben wir dabei freundlich, interessiert, entspannt und geben uns nochTipps für die Weiterfahrt in die Baja.

Meine Augen werden von den vielen neuen Eindrücken überflutet. Tijuana ist so viel anders als die USA. Neben den Strassen liegt viel Abfall, statt grosse Einkaufmalls sehe ich viele kleine bunt bemalte Läden, Imbisslokale die für Tacos, Tortillas oder Burritos werben. Dann sind da noch die unzähligen Schrotthändler die jegliche Autoteile schön aufstapelt zum Kauf anbieten. An den Strassen stehen auffallend viele Leute, Kinder und Schüler die auf den Bus warten. Wiederum andere sitzen gemütlich auf einem Stuhl und beobachten das Treiben und immer wieder winken uns Leute freundlich zu. Erst beim Anblick des Meeres, neben der Küstenstrasse Mex1, kommen meine Sinne zur Ruhe.

Obwohl Martin voller Konzentration fährt, damit er ja keines der vielen Stoppsignal übersieht und sich genau an die Geschwindigkeitsvorschriften hält, haben wir schon bald ein Polizeiwagen hinter uns, der uns zum Anhalten auffordert. Ein stattlicher Mexikaner in Uniform steigt aus und beschuldigt Martin ein Stoppschild überfahren zu haben und dazu sollen Lenny’s Bremslichter nicht funktionieren - natürlich nicht, wenn wir schon Stoppschilder überfahren dann bremsen wir ja nicht auch noch gleichzeitig. Er will uns auf den Polizeiposten mitnehmen, um dann wahrscheinlich etwas Kohle von uns zu kriegen. Doch Martin ist ja kein Gringo, wie sie hier die Amerikaner, die kein Spanisch sprechen nennen, er lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, was wiederum den Mexikaner in Unruhe bringt. Da kommt ihm wohl just ein Polizeifunkspruch gelegen, denn sofort verabschiedet er sich und zieht mit seinem Polizeiauto von Dannen. Nochmals gut gegangen. Geht das nun so weiter? Kurz darauf folgt eine Militärkontrolle. Mittels einer offiziellen Strassensperre werden alle Fahrzeuge angehalten und kontrolliert. Es ist ein komisches Gefühl, wenn die jungen Männer bewaffnet und in Uniform uns fragen woher wir kommen, wohin wir fahren und wohl mehr aus Neugierde in unser Auto steigen, um die Schubladen zu öffnen oder unter die Matratze zu schauen. Nach getaner Arbeit erhellen sich jeweils ihre Gesichter, nicht selten lachen sie und wünschen uns buen viaje! Zu erwähnen sind da auch die fiesen Speedbumps, Topes genannt, die jeweils vor und im Dorf angebracht sind. Diese werden zwar mittels Stoppschild angekündigt, doch manchmal folgt gleich darauf noch ein zweiter. Wird so einer übersehen, fliegen uns die gesammelten Muscheln, Steine, Tannenzäpfen oder Notizbücher und Kugis gefährlich um die Ohren.

Unsere erste Nacht verbringen wir auf dem Camping bei Ensenada. Bei günstigen 100 Pesos das sind 7 Schweizerfranken stehen wir ganz für uns alleine am Meer. Am „stillen Örtchen“ hat es kein Papier, will ich Martin informieren, doch „mi amor “ erklärt mir, dass es in Mexiko üblich ist, die eigene Rolle mitzunehmen und das Papier nicht ins WC sondern in den daneben stehenden Abfalleimer zu werfen. Aha!! Nach einem schönen Sonnenuntergang, kehrt bereits nach 17 Uhr die Nacht ein. Bald schlafen wir tief und fest – nach diesem erlebnisreichen Tag.

Am zweiten Tag fahren wir nach San Felipe über die Mex3. Das liegt an der Ostküste der Baja am Golf von Kalifornien. Während der 250 km Fahrt passieren wir wieder zwei Militärkontrollen. Bald gewöhnen wir uns daran und sind nicht mehr so angespannt. In einem kleinen Dorfladen kaufen wir Bier, Maistortillas, Thunfisch, Pasta für ungefähr 8 Fr. Danach wird der Laden geschlossen, es ist Nachmittag um 2 Uhr. Ob nun Siesta gemacht wird oder ob mit unserem Einkauf die Tageseinnahmen bereits erreicht sind?! In San Felipe finden wir einen schönen Campingplatz direkt am Sandstrand  fast für uns alleine. Hier bleiben wir zwei Nächte und geniessen unser erstes mexikanische Abendessen und Frühstück. Es schmeckt lecker und die Bohnen hinterlassen prompt ihre Wirkung!

Den Besuch des Valle de los Gigantes ist uns empfohlen worden, dort sollen die ältesten Saguaro-Kakteen stehen. Erstaunt sind wir schon, als wir das Schild mit Eintrittspreis für 100 Pesos sehen. Das ist uns zu viel – sagen wir dem Parkwächter und wollen wenden – da offeriert er uns 50 Pesos. So läuft es wohl in Mexiko? Obwohl schon viele Saguaros am zerfallen sind, hat es sehr imposante mehrarmige Exemplare darunter. Die ältesten sollen bis über 1500 Jahre alt sein und bis 17 Meter hoch. Bis nach Puertecitos gleiten wir schon fast lautlos über eine schöne neue Autostrasse. Die Landschaft ist unerwartet gebirgig und stetig begleitet uns das Meer. Hier gibt es heisse Quellen, doch der Ort sieht sehr verlassen aus. 250 Pesos für den ersten Campingplatz ist uns zu teuer, gut gibt es da noch einen Zweiten für fast den halben Preis. Die Nacht ist angenehm mild und der Vollmond spiegelt sich im ruhigen Meer.

Am nächsten Tag erwartet uns eine noch nicht fertiggestelltes Autobahnstück von über 50 km Länge. Die Schotterstrasse ist unerwartet heftig, grobe spitzige Steine fordert vom Fahrer immer wieder höchste Konzentration. Nur dem Beifahrer ist es gegönnt die tolle Landschaft zu geniessen. Keiner Menschenseele begegnen wir während der 3 stündigen Fahrt. Wir sind beide erleichtert als wir wieder die geteerte Strasse erblicken. Zurück auf der Mex1 begleiten uns unzählige grosse Saguaros neben der Strasse - und das for free!

Unser Tagesziel ist heute die Bahia de los Angeles an der Ostseite. Kaum sind wir von der Mex1 abgebogen kommt uns kaum ein Auto mehr entgegen. Das wird wohl wieder eine einsame Nacht an einem schönen Strand werden. Doch kaum auf dem Campingplatz Dagett's Beach angekommen sehen wir den Truck von Inka und Günther aus Deutschland stehen, dahinter den von Ruth und Peter aus dem Aargau und ihre Freunde aus dem Kanton Bern Maria und Hans-Jörg. Ich bin überrascht, hier sitzen nun also all die vielen Reisenden die es auf der Baja geben soll!! Wir verbringen einen schönen gemütlichen Abend zusammen. Es gefällt uns so gut am ruhigen Strand, dass wir 4 Nächte bleiben. Kurz nachdem sich unsere Landesgenossen verabschiedet haben, kommt ein Toyota Landcruiser mit einem Aargauer Nummernschild angefahren! Wir lernen Sabine und Andy kennen, sie sind seit 6 Monaten unterwegs von Nordamerika nach Südamerika.

Auf dem Camping Malarrimo in Guerrero Negro sehen wir uns wieder und gehen gemeinsam in ein kleines einfaches mexikanisches Restaurant. Unser Dolmetscher Martin hat viele Fragen zu klären bis dann jeder sein Essen auf dem Tisch hat. Es schmeckt lecker. Zu zweit bezahlen wir günstige 200 Pesos inklusive Getränken und Trinkgeld also ungefähr 15 Franken. Einiges günstiger als der Abend zuvor im Restaurant des Campingplatzes, doch da haben wir zum Essen, mit Ilka und Günther, zwei grossen Krüge Margarita getrunken! Der Ort ist sehr bekannt für Waltouren, leider sind wir zu früh, erst ab Januar sind die ersten zurück von Alaska.

In San Ignacio stehen wir auf einem einfachen Camping direkt an einer kleinen Oase mitten in Dattelpalmen. Der Hurrikan im September diesen Jahres hat hier starke Spuren hinterlassen. So liegen noch viele entwurzelte Palmen herum, die Duschen sind noch immer defekt. Am nächsten Tag besichtigen wir das kleine Dorf mit der schönen Kirche die aus Lavasteinen gebaut wurde. Im kleinen Reisebüro beim Dorfplatz buchen wir für Weihnachten einen Campingplatz an der Laguna San Ignacio. Der Angestellte legt sich mächtig ins Zeug, führt mehrere Abklärungen per Telefon, Martin feilscht noch um einen Discount bis dann alles paletti ist. Wir freuen uns auf ruhige Tage am Strand und vielleicht sehen wir mit etwas Glück auch Wale. Unseren Hunger stillen wir an einer kleinen offener Küche mit Quesadillas und Burritos. Am nächsten Tag stocken wir unsere Lebensmittel und Getränke inklusiv unserem ersten Tequilla, für die nächsten Tage auf. Kaufen auf dem Weg bei einem kleinen Händler Holz und fahren dann gemeinsam in unser Weihnachtsabenteuer Laguna San Ignacio. Die letzten 20 km erwartet uns Gravelroad etwas genauer ein hartes Waschbrett. Wir sind überrascht, als wir am Camping auf Sabine und Markus mit Hund Emma treffen. Sie sind aus Deutschland. Wie viel habt ihr denn für den Stellplatz bezahlt? Was, nichts?! Dabei haben wir doch so einen guten Deal ausgehandelt!  Wir werden sehen – wie das am Ende dann aussieht. Wir geniessen die ruhigen Tage bei Wind und Sonne direkt am Meer, und Abends sitzen wir bei Ilka und Günther im Wohnmobil bei angeregten Diskussionen und Geschichten über das Reisen. Bald erhalten wir Gesellschaft von Gerit und Wolfram und ihren zwei Kindern Fenella und Melvin welche wir schnell ins Herz schliessen. Sie sind aus Deutschland und waren letztes Jahr schon hier auf Walbeobachtung. Wir freuen uns, dass auch Veronika und Michael die mit ihrem Landcuiser auch von Nord- nach Südamerika unterwegs sind, in unserer Runde bleiben. Gemeinsam feiern wir Weihnachten im Restaurant bei Alejandro mit Fischessen. So vergehen die Tage kurzweilig, mit Gesprächen, Angeln, Spaziergänge am Meer, Muscheln suchen, Wale und Delphine aus der Ferne beobachten, Seeadler beim Fischen und Paaren zuschauen und Spanisch lernen. Es ist einfach herrlich.

Duschen wird hier zu einem besonderem Erlebnis. Mit einem Eimer wird das Wasser aus zwei verschiedenen Leitungen, caliente oder frio, im Freien gemischt,  damit gehen wir in die Duschkabine, die Brause funktioniert mittels Joghurtbecher der händisch wieder und wieder ins warme Wasser eingetaucht wird bis mein Körper nass und später frei von Shampoo ist!

Wir gehen doch auf eine Waltour. Mit einem kleinen Boot fahren wir während fünfzehn Minuten aus der Laguna hinaus und bald darauf sehen wir den ersten Grauwal, dann eine Mutter mit ihrem Baby, auch Delphine kommen ganz nah. Ein schönes Erlebnis. Kurzfristig planen wir auch Silvester hier zu verbringen. Bei frisch gefangenem Fisch, von Martin und Günther, feiern wir zu zehnt ins neue Jahr hinein. Feliz año nuevo 2015. Die Reisenden findet ihr hier.

47 REISEBERICHT

Mexiko - Baja California.

08/12/14 - 02/01/15

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