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(CB) Bolivien ist benannt nach Simón Bolivar, welcher im Jahre 1925 die Unabhängigkeit von Spanien militärisch durchsetzte. Der Präsident des Landes, der erste mit indigener Abstammung, heisst Evo Morales, ist Cocabauer und seit 2006 im Amt. Die Hauptstadt ist Sucre, jedoch der Sitz der Regierung befindet sich in La Paz. Bolivien und das benachbarte Paraguay sind die einzigen zwei Binnenländer des Kontinents Amerika. Im Westen wird das Land von zwei grossen, weit auseinanderliegenden Ketten der Anden durchzogen, deren Höhe bis zu 6500 Meter reicht. Dazwischen liegt das zentrale Hochland, der 3000 bis 4000 m hohe Altiplano, in dem mehr als die Hälfte der Bolivianer leben. Etwas mehr als 50% der Bevölkerung gehören den indigenen Völkern an, meist Quechua und Aymara. Spanisch ist die Landessprache und wird vor allem in den Städten gesprochen, die Landbevölkerung hingegen spricht meistens eine der zahlreichen indigenen Sprachen, die wichtigsten davon sind Quechua, Aimara und Guarani.

Auf Bolivien freue ich mich besonders. Das Land gilt als noch sehr authentisch, die indigene Bevölkerung als besonders stolz und eigen. Das weckt in mir Entdeckungslust und Vorfreude.

Die Einreise verläuft ruhig und schnell, einzig, dass wir nur 30 Tage Aufenthalt in den Pass gestempelt kriegen während Lenny 90 Tage erhält. Eine Verlängerung von weiteren 60 Tagen werden wir in La Paz einholen. Copacabana, nicht in Rio, sondern am Titicacasee, liegt auf einer Höhe von 3810 müM. Definitiv zu kalt für leicht bekleidete Bikinischönheiten...! Lange ist es her, seit wir eine so einladende Seepromenade gesehen haben, schön zum Spazieren oder in einem der einfachen Restaurants eine Forelle zu Essen. Uns gefällt's, wir bleiben ein paar Tage. Der Hausberg Cerro Calvario bietet eine tolle Sicht auf die zwei nahen Inseln Luna und Sol.

Von unseren Reisefreunden Veronika und Michael wissen wir, dass die Isla del Sol schöne Wanderungen bietet. So stehen wir am Hafen, in der Hand die zwei am Vortag gekauften Überfahrttickets, und warten auf das Schiff. Heute weht ein heftiger Wind und der See ist dementsprechend unruhig. Dass wir nicht mit Pünktlichkeit rechnen können, wissen wir inzwischen bestens. 20 Minuten später sind die meisten der Touristen in Boote verfrachtet nur wir stehen noch immer da, angeblich soll unseres noch kommen! Doch ein weiteres Schiff ist weit und breit nicht zu sehen. Aufgeregt verwerfe ich die Hände… «Que passa?» fragt mich ein Herr mit einem süffisanten Lächeln im Gesicht. Ich erkläre unsere Situation, darauf fordert er uns auf in den überfüllten Bus einzusteigen. Kaum richtig drinnen, fährt er auch schon los. Die Fahrt dauert 40 Minuten, wo fährt der bloss hin? Als wir aussteigen sehen wir, dass von hier die Seepassage viel kürzer ist als von Copacabana aus. Jetzt will der gute Herr für die Fahrt auch noch je 20 Bolivianos vDon Pedro, Inhaber und Koch vom Restaurant "Las Velas"on uns einfordern, obwohl unsere Tickets von Copacabana aus gültig sind, aber eben per Schiff und nicht per Bus! Mein Puls ist inzwischen auf 180. Erst jetzt erklärt uns eine Bolivianerin, dass wegen hohen Wellen das Schiff von hier statt von Copacana fährt. Hätte uns jemand vorher darüber informiert, so wären wir am nächsten Tag auf die Insel… Schlussendlich sind wir dann auf der Überfahrt ohne Aufpreis. Mit einem Bier sitzen wir auf der Terrasse des Hostal Inti Kala und sind längst wieder friedlich gestimmt! Und dann auch noch Candellight-Dinner im Restaurant «Las Velas», heisst auf gut Deutsch «Die Kerzen» - und schon ist wieder alles im grünen Bereich. Das Restaurant hat keinen Strom, die leckeren Speisen werden alle persönlich mit viel Liebe vom Chef Don Pedro auf dem Gasherd zubereitet. Mit einer Flasche Rotwein, einem «Campos De Solana» aus Tarija, Bolivien, sehr empfehlenswert, macht uns das etwas lange Warten auf das Essen nichts aus.

Bei frischen Morgentemperaturen starten wir unsere Wanderung vom Süden zur Nordseite der Insel. Kaum richtig warmgelaufen, begrüssen uns zwei Herren die an einem Tisch sitzen. Nach einem freundlichen «Buenos Dias» bitten sie uns um 15 Bolivianos für ihre Gemeinde. Wir zücken unsere Tickets die wir gestern bei der Ankunft bezahlt haben. Erstaunt hören Farbenspiel auf der Isla Del Solwir, dass die Insel aus drei Gemeinden besteht, Nord, Zentrum und Süd die je eine offizielle Gebühr verlangt. Wandern mit Wegzoll, zwar mit geringem Betrag, doch für uns ist das sehr befremdend. Wo führt das hin, wenn die einheimischen Bauern auf der Insel nun entlang einer dreistündigen Wanderung an drei Orten Wegzoll verlangen…? Genau, Landwirtschaft und Fischfang ist leider nicht mehr so viel zu sehen, kein Wunder…

Bis zu den Ruinen von Chincana und dem Piedra Sagrada, dem heiligen Stein, im Norden treffen wir auf keine anderen Wanderer, die Natur gehört uns alleine. Später an der Seepromenade des Dorfes Challapampa finden wir ein einfaches Hostal für die zweite Nacht. Ganz anders als der Süden ist es hier ruhiger und es hat kaum Touristen die über Nacht bleiben. Bilden wir uns dies nur ein oder wirken die Farben der Natur wirklich intensiver als auf dem Festland? Für die Wanderung zurück nach Yuma im Süden wählen wir den Weg nahe am Seeufer entlang. Von da geht es, diesmal ohne Komplikationen, zurück nach Copacabana. Schön war’s! Zurück in Copacabana schlägt das Wetter um und es regnet heftig. Überrascht sehen wir am nächsten Morgen, dass es geschneit hat – Schnee im Juni!

In La Paz gibt es zwei Orte die unter Reisenden viel diskutiert werden, zum einen das Hotel Oberland mit seiner vorzüglichen Schweizer Küche mit Campingplatz und zum anderen die Auto Werkstätte von Ernesto Hug. Seine Eltern sind vor über 50 Jahren von der Schweiz nach La Paz ausgewandert. Ernesto ist hier aufgewachsen, zur Ausbildung als Automechaniker ist es in die Schweiz gezogen. Inzwischen lebt Ernesto mit seiner Frau auch schon wieder fast 30 Jahre in La Paz. Er und sein Team sind bis nach Amerika bekannt für seine Qualitätsarbeit. Martin hat schon seit Monaten eine Lenny-Liste mit anfallenden Arbeiten und Kontrollen erstellt.

Doch vorerst freuen wir uns im Hotel O"Züri Gschnätzlets" à la Restaurant Oberland, La Pazberland riesig über das unerwartete Wiedersehen mit Marion & Bernd aus Hamburg. Wir haben die Beiden damals auf dem Camping in Helsinki im September 2013 getroffen und kennengelernt. Zudem treffen wir Iris & Stefan aus Schwyz. Mit ihnen stehen wir seit ein paar Monaten in Kontakt und haben über Facebook ein richtiges Schwyzer-Treffen vereinbart. An einem Abend kommt also im Restaurant Oberland bei «Züri Gschnätzletem» ein grosser Tisch mit sechs Schweizern zustande. Ja die zwei Luzerner Ronny & Andy komplettieren unsere gesellige Runde. Hier übrigens Bilder und Links zu diesen und anderen Reisenden, welche wir getroffen haben.

Auch in der Werkstatt von Don Ernesto erleben wir ein schönesTatort-Abend und Vanlife in der Werkstätte Wiedersehen mit Marc, den wir in Copacabana kennengelernt haben. Der Münchner Fotograf ist wie wir mit einem VW T3 Syncro von Nord nach Süd unterwegs. Beide Autos stehen ohne Räder aufgebockt auf vier Stützen. Abends schlafen wir im Bus und haben die Werkstatt für uns alleine, sozusagen Camping in der Werkstatt! Mit Marc verbringen wir die Abende bei Bier und Tatort-Krimi, am Wochenende sind wir auf dem Allerlei-Markt in El Alto oder gehen eine Pizza essen. Gemeinsam ist das Warten auf unsere Bullis kurzweiliger. Übrigens, wenn es dich interessiert was genau wir an Lenny schon flicken mussten dann findest Du das hier unter Reparaturen.

Nach einer Woche können wir es kaum erwartgespenstische Szenerie auf der Todesstrasse...en weiter Richtung Yungas, dem Regenwald entgegen, zu ziehen. Auf dem Weg werden wir von einer Militärkontrolle gestoppt. Die zwei gefüllten Benzinkanister auf dem Dach werden beanstandet, offenbar ist dies wegen vermutetem Schmuggel hier in Bolivien nicht erlaubt, die Weiterfahrt wird uns verweigert. Nach einigen Fragen, Antworten und Erklärungen hin und her – lässt man uns schliesslich aber doch weiterziehen, inkl. Kanister notabene. Just in den Moment hält ein Auto neben uns, Mischa sitzt am Steuer und fragt uns in Schweizerdeutsch ob wir Hilfe brauchen? Mit ihrem Mann Edgar und ihren Kindern Rumi und Raissa sind sie auf dem Weg in ein verlängertes Wochenende. Mischa arbeitet übrigens auf der Schweizer Botschaft in La Paz – also, wenn wir mal Hilfe bräuchten, hoffentlich nicht! Sie laden uns später noch zu einem feinen Forellen-Essen ein – vielen Dank, hat sehr geschmeckt.

Die berühmt, berüchtigte Todesstrasse ist heute nur mehr eine Touristenattraktion – so à la «I Survived the Dead Road». Im Gegensatz zu früher als noch Busse und Lastwagen an gefährlichen Stellen kreuzten, starke Regenfälle die Strassen verschütteten, ist sie heute nicht oder weniger gefährlich als andere Strassen in Bolivien. Trotz Regen und Nebel ist es ein Erlebnis diese Legende mit Lenny zu befahren und die Aussicht in die Tiefe ist auch heute noch spektakulär.

Auf diesen engen, staubigen Strassen herrscht Linksverkehr, damit die welche bergrunter fahren besser den Abgrund sehen, was äusserst ungewohnt ist. Für uns wird genau das zum Verhängnis! Wir überholen einen Lastwagen, der macht plötzlich auf unserer Höhe einen Schwenker nach rechts und schiesst uns ab. Sch… – beide Fahrzeuge halten links am Strassenrand an. Kaum ausgestiegen, ruft der Truck-Fahrer, dass sein Schaden 1000.— Dollar koste. Sein neuer LKW ist an der Seite vorne rechts leicht eingedrückt und der Aussenspiegel defekt. Doch als ich Lenny sehe – kommen mir fast die Tränen. VomDon Ernesto und sein tolles Team Aufprall ist oberhalb des hinteren linken Rades eine riesen Öffnung in der Karosserie von ca. 70 cm Länge und 10 cm Breite entstanden. Das Rad ist aufgeschlitzt und platt. Ständig ruft der Fahrer 1000 Dollar, 1000 Dollar, mit den inzwischen zusammengesammelten defekten Teilen in der Hand. Wir beachten ihn nicht und reden nur Schweizerdeutsch mit der Hoffnung er möge einfach Weiterfahren und uns in Ruhe lassen. Wer wirklich Schuld trägt, wäre wohl schwierig zu beurteilen, Martin hat überholt und der Camionista hat uns mit einem Schwenker auf unsere Seite einfach abgeschossen – doch im Zweifelsfall sowieso zuungunsten des Ausländers… Martin macht sich mühsam daran das Rad zu wechseln, gar nicht einfach bei dieser Schräglage und dem vielen Staub. Nach über einer Stunde fährt der Lastwagen endlich von dannen und wir sind erleichtert, Don Ramiro & Don Claudio - die Karosserie-Künstlerdass es nicht noch weitere und zusätzliche Diskussionen gibt. Nach diesem Schock haben wir keine Lust mehr auf Rurrenabaque und entscheiden uns am nächsten Morgen wieder zurück nach La Paz in die Werkstatt von Ernesto zu fahren. Was für ein schwarzer Samstag!

Ernesto weiss Rat und weist uns zum Karosseriespengler nebenan. Die Zwei Brüder Don Ramiro & Don Claudio leisten super Arbeit und nach drei Tagen sieht Lenny wieder wie neu aus. Weitere drei Tage stehen wir bei Ernesto um ein Radlager und die Hinterreifen zu ersetzen. Glück im Unglück, dass wir in La Paz in so guten Händen waren…

Es ist Samstag als wir uns ein zweites Mal von Ernesto verabschieden und Richtung Sajama fahren. Mit 6’542 Meter der höchste Berg von Bolivien. Der Parkeintritt, irgendwo im Nichts der Pampa kostet unglaubliche BOB 100.—/Person für absolut null Leistung bzw um eiauf dem Weg zum Vulkan Sajama, dem höchsten von Bolivienne schlechte Schotterstrasse um den Berg herum zu fahren – das unterstützen wir nicht und fahren wieder. Ärgerlich nur, dass wir die schlechte Strasse 20 km zurückfahren müssen, weil die Schranke und der Parkeintritt eigentlich mitten im Nationalpark stehen.

Wir wollen einen kurzen Abstecher nach Chile machen, zur Lagune Surire und dem Naturschutzgebiet Las Vicunas. Je mehr wir uns der Grenze nähern, je mehr Lastwagen stehen neben der Strasse und blockieren die Zufahrt. Kaum ein Durchkommen und endloses Warten. Nach ca. drei Stunden, einem heillosen Durcheinander und keine Aussicht auf Abfertigung entscheiden wir uns spontan für eine Planänderung, wir fahren zurück nach Bolivien. Chile wir kommen später…

Wir wählen eine abgelegene Naturstrasse südlich Richtung Lago Coipasa. Sie führt uns durch Ortschaften mit interessanten Namen wie Kkotasi Grande oder Japon, die jedoch nicht mehr als ein paar einfache Häuser zu bieten haben. Trotzdem ist die einsame Gegend mit den vielen Vulkanen reizvoll.

Heute fährt Lenny das erste Mal auf einem Salzsee, ob er auch so begeistert ist wie wir? Das Fahren auf dem rauen Salz fühlt sich eigenartig an. Unsere gewünschte Richtung finden wir nur dank GPS, denn die einzelnen Fahrspuren welche wir sehen, verschwinden plötzlich im Nichts. Weit und breit begegnen wir keiner Menschenseele, unsere erste Nacht mitten auf dem Salar Coipasa.

Ob mich der grösste Salzsee der Welt, der Salar de Uyuni, auch so begeistern wird? Nur so viel, wir bleiben fünf Tage und vier Nächte und wäre das Trinkwasser nicht zur Neige gegangen, wären wir vielleicht heute noch da…

Kurz vor dem Salar de Uyuni, gelingt uns aber noch was wir schon bald nicht mehr für möglich gehalten hätten. Wir tanken ohne Diskussion und ohne langes Warten zum Ausländerpreis mit Quittung. Genau, in Bolivien gibt es für die Einheimischen das Benzin für Fr. --.55 und die Ausländer sollten Fr. 1.25/Liter bezahlen. Der Staat subventioniert den Bolivianern das Benzin, ansonsten viele nicht weit fahren könnten und sich auch die Lebensmittel wegen höheren Transportkosten verteuern würden. In einem der ärmsten Ländern der Welt durchaus nachvollziehbar oder? Nicht nachvollziehbar ist für uns dann aber die fehlende Umsetzung in der Praxis, das aktive Anbieten eines Deals durch den Tankwart, gar die aktive Bestechung durch Reisende «Ich bezahl Dir Fr. –.75/Liter ohne Quittung» oder Ausländer die mit Kanistern an die Tankstelle laufen. Leider haben wir das von vielen Reisenden persönlich gehört oder in Reiseblogs gelesen und viele geben sich auf Facebook auch noch Tipps zu wo und wie! Kein Wunder, wenn dann viele Tankwarte statt uns Benzin für Fr. 1.25/Liter mit Quittung zu verkaufen, lieber Fr. –.20/Liter in die eigene Tasche stecken würden…

Nun aber zurück zu den wunderbaren Salzseen, genauer zu dem von Uyuni und einem Auszug aus dem Tagebuch vom 20. Juli 2016: Ganzer Tag auf dem Salar de Uyuni. Der Anblick beim Erwachen, beim Aufstehen auf das weite weisse Meer ist schlichtweg überwältigend. Die Nacht war mit 0 Grad nicht allzu kalt, trotzdem ist es am Morgen im Schatten noch immer frische 3 Grad. So stehen wir an der wärmenden Sonne, mit einer Tasse Kaffee in der Hand und geniessen die Ruhe, kein Mucks ist zu hören, kein Mensch da, kein Auto ist zu sehen. Wir kochen uns dreimal eine Kaffeekanne bis es Mittag ist. Die Insel «Pescado» scheint viel weiter weg zu sein als in Wirklichkeit. Bei jedem Schritt knistert es unter den Füssen, es ist als wenn wir auf Schnee gehen würden. Die Insel besteht aus scharfkantigen Lavasteinen. Die einzelnen Kakteen, die bis zu 3 Meter in die Höhe ragen, wirken bizarr in dieser Landschaft. Wieder zurück bei Lenny gibt es ein Mittagshäppchen mitten auf dem Salz. Wegen den Perspektiven gelingen einmalige Fotos, wie wenn wir Lenny auf dem Kopf tragen würden, es macht richtig Spass. Die Abendstimmung geniesst jeder für sich. Während ich spazieren gehe, macht Martin ein paar Fotoexperimente mit dem Fischauge-Objektiv. Im warmen Abendlicht leuchten die Salzwaben und mit den Vulkanbergen rund um den Salar fühle ich mich wie in einem grossen Skigebiet. Kurz bevor der Himmel ganz dunkel wird, steigt am anderen Ende eine grosse rosafarbene Kugel auf, es ist Vollmond. Eine Taschenlampe brauchen wir heute Nacht nicht, der Mond reflektiert sich auf dem weissen Salz ganz hell. Draussen ist es kalte 3 Grad und drinnen angenehme 23 Grad! Wie schön doch Camping sein kann! Und hier auch noch der Eintrag in unserer Rubrik “1000 Places To See Before You Die“ und das Video zum Salar De Uyuni.

alle Drei auf dem Salardie Salzwaben zur goldenen Stundeendloses WeissPicknick auf dem SalzseeVollmondlicht, Sterne und MilchstrasseDer Ort Uyuni bietet dann einen eher ernüchternden Anblick. Der viele Abfall im Zentrum und rund um den nostalgischen Bahnfriedhof schockiert uns. Für uns kein Ort um länger zu verweilen…, also weiter Richtung Potosi und Sucre – bis bald.

TOP. Isla Del Sol – Aussicht über La Paz – Salzseen Coipasa & Uyuni.

69 REISEBERICHT

Bolivien 1/2 - Don Pedro, Don Ernesto, Don Ramiro & Don Claudio.

23/06/16 – 24/07/16

Fotos auf flickr

(CB) In Stiefeln, Überhosen, Jacke, Helm und Stirnlampe stehen wir mit einer kleinen Gruppe von fünf Personen, mitten im Minenarbeiter-Markt von Potosi. Julio, unser Führer und ehemaliger Minenarbeiter, informiert uns über den Brauch, dass die Touristen den Minenarbeitern kleine Geschenke mitbringen. Auf der Einkaufsliste stehen Cocablätter, die den Hunger und die Müdigkeit unterdrücken, süsse Limonade-Getränke und Dynamit! Jawohl echte Dynamitstangen gibt es hier so selbstverständlich zu kaufen wie frische Brötchen beim Bäcker!

Im frühen 17. Jahrhundert gehörte Potosi zu den grössten Städten der Welt. Der Cerro Rico, der reiche Berg, hat mit seinem immensen Silberreichtum zu viel Wohlstand geführt. Heute noch ist die Stadt von Silber- und Zinnvorkommen abhängig und die Mineros, die Bergleute, arbeiten noch immer unter schlechten Sicherheits- und Umweltbedingungen für wenig Geld.

In gebückter Haltung steigen wir durch einen der vielen Stollen Der Cerro Rico, durch die Minengänge ausgehöhltin den Berg hinein. Schon wenige Meter danach ist es stockdunkel. Die Lampen am Helm werfen ein schwaches Licht in die finsteren Gänge und es dauert einige Minuten bis sich unsere Augen daran gewöhnt haben. Niedrige Holzbalken über uns sollen vor Gesteinsrutschen schützen, einige davon sind jedoch von der Feuchtigkeit morsch und bereits gebrochen. Die Gummistiefel klatschen bei jedem Schritt im knöcheltiefen Wasser zwischen den Eisenschienen der Schubkarren. Mehrere Verzweigungen führen vom Hauptstollen zu verschiedene Bohrstellen. Schwitzend und hustend schieben zwei Arbeiter einen schweren, mit Gestein gefüllten Karren nach draussen – siehe auch das Titelbild. Die Luft ist kühl und feucht. In der Ferne hören wir das dumpfe Krachen der Sprengungen. Ein mulmiges Gefühl kommt auf. Es hat nur wenige Stellen wo wir bei aufrechter Haltung unsere verkrampften Rücken- und Nackenmuskeln entspannen können. Wir fühlen am eigenen Körper, wieso die meisten Mineros nicht mehr als 10 Jahre im Stollen arbeiten können und deren Lebenserwartung nur gerade 45 bis 50 Jahre beträgt. Zwei Stunden im Berg reichen aus, um zu wissen wie gefährlich und anstrengend diese Knochenarbeit ist.

Ist die Heimat der Rösti wirklich in Bolivien? Das zumindest behauptet der Besitzer des Restaurants Potocchi in Potosi. Die Kartoffel, so seine Erklärung, ist von den Anden nach Europa gekommen. Das mag wohl stimmen, doch die Rösti hat doch den Ursprung in unserem Heimatland? Wie dem auch sei, auf seiner Speisekarte steht die Rösti und sie mundet uns Schweizern natürlich genüsslich!

Sucre ist die Hauptstadt von Bolivien. Sie ist weniger hektisch, übersichtlicher und schmucker als das grössere La Paz. Auf dem kleinen, feinen Campingplatz von Felicidad und Alberto lässt es sich gut ein paar Tage verweilen. Es hat Trinkwasser, eine Küche, Internet, Strom und das Zentrum ist zu Fuss in fünf Minuten erreichbar. Nach neun erholsamen Tage fällt der Abschied, von den zwei liebgewonnenen Campingplatzbesitzern schwer. Umso überraschter sind alle, als wir eine knappe Stunde später wieder mit Lenny vor ihrem Haus stehen! Was ist passiert? Seit längereGetriebepuzzlem wissen wir, dass das Getriebe nicht mehr all zulange halten wird. Weil es in ganz Bolivien keinen Austausch und auch keine qualitativ guten Ersatzteile gibt, haben wir gehofft bis nach Chile zu kommen. In der Werkstatt von Don Julio, nimmt eine lange Geduldsprobe ihren Anfang. Für die Bolivianer gibt es nichts was nicht zu reparieren ist, sie sind Improvisationskünstler. Don Juli bringt das ausgebaute Getriebe zu Don Carlitos. Zwei Tage später stehen wir hilflos vor den Einzelteilen des zerlegten Getriebes. Wirklich kein schöner Anblick. Besorgt fragen wir uns, ob der gute Herr wirklich weiss wie dieses Puzzle wieder zu einem funktionierenden Getriebe zusammengebaut wird?! Vorerst aber haben wir die Aufgabe, die defekten Lager zu finden. Die Suche dauert mehrere Tage, bis wir schliesslich an verschiedenen Orten finden was wir brauchen. Jeder Tag ist für uns eine Geduldsprobe, keiner kann uns oder will uns sagen wie lange die Reparaturen noch dauern wird. Für die Bolivianer scheint Warten zum Alltag zu gehören. Es ist es üblich, dass der Autobesitzer sämtliche Ersatzteile selbst besorgen geht. Das kann Stunden oder Tage dauern, darum stehen auch so viele Autos in der Werkstatt herum.

Nach zwei Wochen Warten und Bangen sind wir überglücklich auf die erste Testfahrt zu gehen. Trotz Don Carlito's Aussage, das revidierte Getriebe hält für einmal um die Welt, bleiben wir noch etwas skeptisch. Die vielen Arbeitsstunden, ca. 6 Nettoarbeitstage kosten uns dann lediglich SFr. 250.- zuzüglich Material. Im Vergleich zu Norwegen, da wurde uns in der offiziellen VW Vertretung eine Arbeitsstunde zu SFr. 270.- Verrechnet. Während der ganzen Werkstattzeit, insgesamt fast zwei Wochen, offeSpuren einer früheren Zeitrieren uns Don Julio und seine Frau Sandra ein Zimmer in ihrem Haus und am Sonntag werden wir mit der ganzen Familie an den Mittagstisch eingeladen. Ihre Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft, aber auch das Improvisationstalent der Mechaniker werden uns stets in Erinnerung bleiben.

Wir folgenden den Spuren der Dinosaurier. Im immensen Krater von Maragua, der wohl früher ein See war, hat es versteinerte Fussabdrücke der vor vielen Millionen Jahren lebenden Tiere. Sie sind in einem beeindruckend guten Zustand. Wir suchen uns einmal mehr einen abgelegenen und einsamen Schlafplatz. Es ist Leermond und der Sternenhimmel leuchtet eindrucksvoll.

Singani ist der Nationalschnaps von BolivienBrennereianlage, importiert aus Frankreich und wird in Camargo und in der ganzen Region Tarija im Süden des Landes hergestellt. Wir haben Glück, spontan führt uns Gustavo durch seine in 5. Familiengeneration geführte Destillerie San Remo. Die Produktion beträgt jährlich 500’000 Flaschen welche auch nach Amerika exportiert werden. Abfüllen, Verkorken und Etikettieren wird alles noch von Hand gemacht. Der Singani wird aus der Rebsorte Muscat d'Alexandrie hergestellt. Die Kultivierung von Reben begann im 16. Jahrhundert durch die Spanier. Die alte Brennereianlage haben sie vor mehreren Jahrzehnten aus Frankreich importiert.

Um Tarija, einige Kilometer weiter südöstlich, liegt das eigentliche Weingebiet von Bolivien. Den Kennern unter Euch sind vielleicht Bolivianische Weine ein Begriff? Uns hat die Qualität so überrascht, dass wir etwas mehr davon wissen wollten. Doch es bleibt bei Weinreben ansehen, es ist Frühling und Sonntag, die Bodegas sind geschlossen.

Auf einer abgelegenen, staubigen Piste feiern wir 100’000 gefahrene Kilometer auf unserer Reise. Unser geschätztes, treues Fahrzeug hat uns so weit gebracht. „Hipp Hipp Hurra“ auf unseren geliebten VW Bus Lenny. Einen Schluck Singani für uns und einer über den Kühler von Lenny!

Noch scherzt Martin, dass dies wohl das letzte Mal sein wird, dass wir inwelche Spur darf es denn sein? Bolivien im 4. Gang fahren. Wir fahren von Tupiza Richtung Westen in die Provinz Sur Lipez nach San Pablo, dann wieder hoch nach San Cristóbal und starten so in ein weiteres der unzähligen Offroadabenteuer. In San Cristóbal, die letzte Tankstelle vor der Lagunenroute, füllen wir den Tank randvoll und zusätzlich die vier Benzinkanister à 20 Liter auf dem Dach. Auf Höhen von über 4000 Metern und schlechten Schotterstrassen kalkulieren wir mit überdurchschnittlichen 20-25 Litern/100km. Die Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Avaroa, besser bekannt als Lagunenroute, ist mit 60’000 Besuchern im Jahr, der meistbesuchte Nationalpark in Bolivien. Eher wie Treppensteigen fühlt sich das äusserst langsame vorwärts kommen im Lenny an. Meter für Meter quälen wir ihn im Geländegang und mit Vierradantrieb höher und höher. Mehrere Schotterpisten, die kaum als solche zu erkennen sind, führen den Berg hoch. Jeder Fahrer versucht die besan der wunderschönen Lagune Ramaditaste oder eine bessere Fahrspur zu finden. Martin fährt mit höchster Konzentration damit kein grosser Stein ans Fahrwerk stösst. Kein anderes Auto ist zu sehen und schon bald bricht die Abenddämmerung ein. Nur 7 km vor dem ersten schönen Hochlandsee, der Lagune Cañapa, schlagen wir unser Nachtlager auf – zu beschwerlich ist das vorwärtskommen. Mit frischen Kräften geht es am nächsten Tag besser voran. Es folgen die Lagunen, Cañapa, Hedionda, Chiar Khota und Ramaditas, wovon eine schöner als die Andere ist. Bereits am ersten Tag sehen wir alle drei Arten der hier vorkommenden Flamingos, den Anden-, den James- und den Chileflamingo. Die Landschaft wirkt als sei sie nicht von dieser Welt. Den Nachmittag und die Nacht verbringen wir alleine an der Laguna Ramaditas. Es wird unsere kälteste Nacht, auf 4'123 müM bei minus 13,9 °C draussen und auch noch drinnen ist es minus 4,1 – dies, weil wir uns angewöhnt haben, nachts nicht zu heizen! Siehe auch unsere Rubrik Rekorde. Wie schön ist da die gut funktionierende Benzinheizung am Abend vor dem Einschlafen.

Der bissige Wind pfeift James-, Chile- und Andenflamingo, v.l.n.r.uns täglich heftig um die Ohren und zehrt an unseren Kräften. Ein Picknick draussen ist schlichtweg unmöglich, ein Spaziergang an den Lagunen lässt unsere dick eingehüllten Körper schnell auskühlen, der aufwirbelnde Sand verschmutzt unsere Kameras und die Sonne lässt meine Haut anfühlen wie Schmirgelpapier. Trotzdem sind wir eine gute Woche im Park kreuz und quer unterwegs. Nichts wollen wir auslassen zu schön und zu bizarr ist hier die Natur.

Im Park auf 5’033 müM nahe des Geysirs Sol De Mañana, Morgensonne, befindet sich das Zollbüro für die Ausreiseformalitäten von Fahrzeugen. Die Ausreise für uns ist weiter südlich am Parkausgang kurz vor der Grenze zu Chile. “1000 Places To See Before You Die“.

Laguna Coloradounzählige JamesflamingosLandschaften, nicht von dieser WeltPiedra Del Arbol - der Stein wie ein Baum...Am Zoll auf 5'033 müM!Nach intensiven 11 Wochen in Bolivien bin ich erleichtert das Land zu verlassen. Das Reisen war teilweise nervig, nicht zuletzt, weil wir der oft versuchten Korruption nicht nachgegeben haben und nicht bereit waren zu «schmieren». Klar hatten wir durch unsere Pannen auch etwas Pech und unsere Geduld wurde auf die Probe gestellt. Dabei haben wir aber äusserst hilfsbereite und gastfreundliche Menschen kennengelernt. Zudem gehören der Salar de Uyuni und die Lagunenroute ganz klar zu den Highlights der bisherigen viaje. Vermissen werde ich die reichen Gemüse- und Früchtemärkte, die frischen Fruchtsäfte und die kostbare handwerkliche Kunst der indigenen Bevölkerung die mich so oft in Kaufrausch versetzt hat. Bolivien bleibt uns als Land der grossen Gegensätze in Erinnerung – doch missen möchten wir es auf keinen Fall.

TOP. Silberminen Cerro Rico, Potosi – Sucre – Getriebe repariert – Maragua – Lagunenroute, Sur Lipez.

70 REISEBERICHT

Bolivien 2/2 - Pleiten, Pech, Minen & Lagunen.

25/07/16 – 07/09/16

Fotos auf flickr

44 Tage.

2’508 km.

ROUTE. Uyuni-Potosi-Sucre-Padilla-Sucre-Maragua-Tarija-Tupiza-San Pablo Lipez-San Cristobal-Laguna Hedionda & Colorada-Quetena-Laguna Verde-Paso Portezuelo.

Hier alle Fotos zum Bericht und die gesamte Reisekarte.

Fotos zum Bericht

32 Tage.

1’687 km.

ROUTE. Kasani-Copacabana-La Paz-Coroico-Caranavi-La Paz-Patacamaya-Tambo Quemado-Nogachi-Huachacalla-Coipasa-Garci Mendoza-Tahua-Colchani-Uyuni.

Hier alle Fotos zum Bericht und die gesamte Reisekarte.